Sashimi – Ein enger Verwandter des Sushi

Sashimi ist kein Sushi, dazu fehlt der Reis. Aber da es sich auch hierbei um optisch ansprechend zubereiteten, rohen Fisch handelt, ist Sashimi mit Sushi eng verwandt. Häufig wird in Sushi-Restaurants auch Sashimi angeboten. Nahezu jeder Sushi-Koch kann Fisch und Meeresfrüchte auch als Sashimi tadellos zubereiten.

Kennzeichnend für Sashimi sind edelste Filetstücke. Der Fisch wird anders, als für Sushi geschnitten, da Sashimi nicht in Form mundgerechter Häppchen eingerollt wird. Das kunstgerechte Filetieren mit einem eigens dafür geeigneten Spezialmesser (Hōchō) und das ästhetische Anrichten sind Merkmale guten Sashimis. So ist ein Sashimi-Gericht zunächst ein Genuss für die Augen. Die Filets werden in einer Dicke von etwa vier Millimeter geschnitten und in der Regel roh und ungewürzt serviert. Typische Gemüse-Beilagen auf einem Sashimi-Teller sind Karotten und weißer Rettich (Daikon), beides meist in geraspelter Form. Diese Zutaten harmonieren auch optisch hervorragend mit den Farben der Fischfilets.

Ebenso wie für Sushi kommt nur sehr frischer Seefisch in Frage, der noch völlig geruchsfrei ist. Thunfisch (Maguro) ist dabei der Klassiker; Japaner legen größten Wert auf absolute Premiumqualität, weswegen hochwertiger Thunfisch im weltweiten Fischhandel enorme Preise erreichen kann. Weitere populäre Arten für Sashimi sind Garnelen (Ebi), Flundern (Hirame), Lachse (Sake), Meerbrassen (Suzuki), Kalmare (Ika), Bonitos (Katsuo), Gelbschwanzmakrelen (Hamachi oder Kanpachi) , Heringe (Kohada), Schwertfische (Mekajiki), Hechte (Sanma), Aale (Unagi), Kraken (Tako) und Doraden (Shiromi oder Tai). Süßwasserfische sind für Sashimi, ebenso wie für Sushi, ungeeignet, da sie aus hygienischen Gründen nicht roh verzehrt werden dürfen.

Der Fisch kann durch weitere Meeresfrüchte ergänzt werden, beispielsweise Jakobsmuscheln (Hotategai) oder Austern (Kaki); eingelegte oder gekochte Sorten sind nur selten dabei. Gewürzt wird, ebenso wie bei Sushi, mit Sojasauce und Meerrettichpaste (Wasabi). Zum Neutralisieren des Geschmackes zwischen den einzelnen Fischfilets wird  fein geschnittener, eingelegter Ingwer (Gari) gereicht.